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Wenn andere feiern….. dann sorgen „De Räuber“ für gute Stimmung! Karnevalsamstag 2002 begleitete ich einen Tag lang „De Räuber“ von Auftritt zu Auftritt und durfte für alle Fans einen Blick hinter die Kulissen werfen. Start an diesem Tag war der Kristallsaal. Auf dem Weg zur den Rolltreppen trafen wir „Et Rumpelstilzche“ - Fritz Schopps. Allerdings war er sehr in Eile und es wurden nur im Vorbeigehen ein paar Worte gewechselt. Ab auf die Rolltreppen und nach oben in den Aufenthaltsraum. Charly und Nobby stimmten ihre Instrumente und um 20:20 Uhr war es soweit. Der erste Auftritt für den Karnevalssamstag. 1.400 Leute warteten auf „De Räuber“. Sie begannen mit „De Naach es noch su lang“, gefolgt von „Da wa ja mal Ha da“. Die Stimmung war schon super, als Nobby von ihrem betrunkenen Freund zu erzählen anfing, der nach durchzechter Nacht nicht weiß, wie die Rose auf seinen Hintern kommt. Alle stimmmten mit ein als es hieß „Wer hat mir die Rose auf den Hintern tätowiert“. Ein Lied durfte nicht fehlen: „Denn wenn dat Trömmelche jeiht“. Als Zugabe noch „Kleine Mädchen“. Tobender Applaus und Auszug.  
Im Aufenthaltsraum trafen wir De Höhner. Schnell ein paar Worte gewechselt, Instrumente gepackt und ab ins Auto. Charly nutzte die Zeit und biss in sein Brot und trank einen Becher Kaffee aus seiner Thermoskanne. Im Sartory warteten 3.800 Gäste auf den Auftritt der Räuber. Ab hier traten sie „nur noch“ auf Bällen auf. Die Musiker, Techniker und Roadies „quälten“ sich mit der Anlage und den Instrumenten eine kleine Treppe nach oben in die Garderobe. An der Tür standen der „Paveier-Micky“ und „Enzo“ vom Kleeblatt. Micky hatte sich entschlossen einen Cappuccino trinken zu gehen. Felli warf mit mir gemeinsam einen Blick auf die Bühne. Die Ehrengarde und Mr. James hatten gerade ihren Auftritt. Eigentlich wollte ich vom Saal aus Fotos machen. Ich versuchte über drei verschiedene Treppen hineinzukommen. Vergeblich. Es gab einfach kein durchkommen. Wieder zurück zur Garderobe. Mittlerweile waren dort Bubi, Detlev und Klaus von den Paveiern eingetroffen. Endlich waren De Räuber dran. Repertoire wie bei ihrem 1. Auftritt.
Zurück in den Proberaum, schnell wieder einpacken, die kleine Treppe runter und weiter zum nächsten Auftritt. Im Auto ließ Felli eine Tüte Mutzemandelm rumgehen. Beim nächsten Auftritt wurde alles etwas schwerer. Die Jungs wußten aus Erfahrung, dass im Gürzenich meist bereits im Foyer kein Durchkommen mehr ist. Sie beschlossen direkt den Hintereingang zu nehmen. Auch hier hieß es wieder alles nach oben schaffen. Zum Glück fanden wir hier ein geräumiges Treppenhaus vor. Nach vier Treppen waren wir endlich oben. Felli zeigte mir, wo der Auftritt stattfinden wird. Wo sonst die Ehrengarde sitzt und die Bühne für die Künstler ist, saßen überall Gäste an ihren Tischen. Felli erklärte mir, dass sie gleich ein paar Stühle und Tische auf die Seite schieben und die freie Fläche dann zur Bühne wird. Kaum zu glauben. Felli zeigte mir vor dem Auftritt das Gürzenich. Ich kam mir vor im Labyrinth. Ich glaub so schnell hätte ich alleine dort nicht mehr zurückgefunden. Kaum waren wir bei den anderen Räubern kündete Heinz Becker die Band an. Felli meinte nur: „Komm ruhig mit.“ Auf einmal stand ich sprichwörtlich „mittendrin“. Ich konnte keinen Schritt mehr nach hinten machen, da dort die Gäste standen und schunkelten, deren Tische und Stühle auf die Seite gestellt worden waren. Links von mir stand Wolli und rechts Nobby. Nobby musste mit seinem geringfügigem Platz und mit mir „kämpfen“. Weiter nach vorne ging auch nicht, sonst wäre Charly mit mir ins Gehege gekommen. Aber Spaß gemacht hat es schon mal „mittendrin“ zu sein. „Wir“ steigerten uns langsam, was die Anzahl der Gäste betraf. Im Gürzenich waren es rund 6.000 Gäste. Nachdem „De Räuber“ ihre fünf Lieder dargeboten hatten, gab weder das Publikum noch Heinz Becker Ruhe. Sie wurden nicht müde immer wieder Zugabe zu rufen. Sie spielten noch “Op dem Maat“, „Wat weed sin“ - Che Sera - und „He am Rhing“ als Zugabe. Dann schafften sie es tatsächlich die Bühne zu verlassen.
Ab ins Treppenhaus, Instrumente einsammeln, zwischendurch noch „Brings“ Hallo sagen (die saßen auf den Treppenstufen und stimmten ihre Instrumente) und erneut zum Auto. Diesmal gabs eine Runde Bonbons im Auto und ab zum vorletzten Auftritt. In der Köln-Arena warteten 10.000 Gäste. Dort angekommen konnten wir alle in Ruhe etwas essen und trinken. Für die Jungs war es gut mal einen kleinen Moment abzuschalten. Ich hatte nach dem Essen die Möglichkeit einen Blick in die Köln-Arena zu werfen. Felli zeigte und erklärte mir alles und wir gingen auch mal in die Menschenmenge hinein. Er sagte mir, dass dort sogar 18.000 Menschen hineinpassen und bei einem Probealarm innerhalb von 3 Minuten die Köln-Arena komplett geräumt war. Außerdem erzählte er, dass sich unter dem Boden die Eisfläche befindet. Der Aufwand wäre zu hoch die Eisfläche abzutauen und wieder aufzubauen. Zurück im Aufenthaltsraum saß mittlerweile Marie-Luise Nikuta an einem Tisch, kurz darauf erschien King Size Dick. Und endlich, der Auftritt der Räuber.
Leider konnte ich nur ein Foto von der Seite schießen, da fotografieren verboten war. Nach dem Auftritt schnell für kleine Jungs und zum letzten Auftritt. Im Tanzbrunnen angekommen, gings es zur Abwechslung nach unten zur Garderobe. Als kleine Aufmunterung gab es „Hustensaft“. Ein letztes Mal für den Tag Instrumente stimmen und ab nach oben zur Bühne. Hier warteten „nur“ 2.600 Gäste. Hier traf ich nach langere Zeit mal wieder die „Kölsch Gäng“ und nochmals Enzo. Leider war es auch hier nicht einfach Fotos zu schießen. Obwohl es mittlerweile 1:00 Uhr war, waren die Gäste super drauf. Die Jungs gaben nochmal alles.
Dann hieß es endlich Feierabend. Oftmals haben die Räuber 10 Auftritte pro Tag. Dann kommt natürlich der Druck dazu immer pünktlich zu jeder Veranstaltung zu erscheinen. Das Wetter spielt dabei auch eine große Rolle. Besonders schwierig wird es bei Schnee und Eis. Außerdem verschieben sich manchmal ihre Auftritte nach hinten, weil ein Künstler vor ihnen zu spät ankam oder zuviele Zugaben gegeben hat. Dann müssen sie sehen wie sie die Zeit wieder einholen bis zum nächsten Auftritt  - was nicht immer gelingt. In der Garderobe trafen wir nochmals auf die Paveier. Sie saßen teilweise auf dem Boden, stimmten ihre Instrumente und sahen ganz schön geschafft aus. De Räuber packten ihre Sachen und es ging endlich nach Hause. Im Hotel angekommen war es 2:15 Uhr.